Finanzen für Frauen: kümmerst du dich schon um deine Altersvorsorge?

Finanzen für Frauen. Braucht es dafür wirklich einen eigenen Artikel? Reicht nicht ein allgemein gültiger Artikel? Ich finde nicht. Wir Frauen sind oftmals vorsichtiger, weniger impulsiv und einfach viel spiritueller und einfühlsamer. Das mag nicht für jede Frau zutreffen, und auch viele Männer passen in dieses Bild. Dennoch ist es Fakt, dass wir Frauen weniger verdienen, mehr Teilzeit arbeiten und öfters mit den Kindern zu Hause bleiben. Also ja, Finanzen für Frauen ist ein Thema für sich und verdient seinen eigenen Blog, seine eigene Dienstleistung und erst recht einen eigenen Beitrag. Also los:

Finanzen für Frauen, oder auch: warum du dich um deine Altersvorsorge selbst kümmern musst

Suchst du nach Antworten für deine Rente? Rente… Oh weh – wenn man das Wort schon hört, verdreht sich bei vielen der Magen. „Wie hoch wird meine Rente sein? Wird sie mir überhaupt reichen? Was, wenn sie es nicht tut? Muss ich dann noch arbeiten gehen mit 70? Oder Pfandflaschen sammeln?“ Etwas, was für viele von uns noch so weit in der Ferne liegt, beschert uns jetzt schon schlaflose Nächte. Viele verdrängen aber lieber den Gedanken über ihre Finanzen und sich heute schon Pläne für ihre Altersvorsorge zu machen, anstatt nach Antworten und Lösungen zu suchen. Finanzplanung, Aktien & ETFs. Das klingt alles irgendwie superschwierig. Aber Mädels, das Thema Finanzen geht auch anders: mit viel Spiritualität, Weiblichkeit und Herz. 

Deine größte Sorge: die Rentenlücke

Wenn wir erstmal ins Rentenalter gekommen sind, haben wir noch einige Lebensjahre vor uns. Und die wollen wir bestimmt nicht in Altersarmut damit verbringen noch den letzten Euro irgendwo her zu zaubern. Denn für viele wird die Rente leider nicht mehr ausreichen, um davon unbeschwert leben zu können. Schuld ist die Rentenlücke. Vor allem wir Frauen sind von der Rentenlücke schlimmer betroffen als Männer. Deswegen kann man gar nicht früh genug damit anfangen, sich Gedanken zu machen, wie man es schafft im Rentenalter keine finanziellen Sorgen zu haben. In diesem Blog-Beitrag findest du unter anderem Antworten auf folgende Fragen: was ist eigentlich die Rentenlücke? Wie entsteht sie? Wie hoch wird sie sein? Und vor allem: wie kannst du deine Geldanlage bzw. Altersvorsorge in die eigenen Hände nehmen?

Was du alles über die Rentenlücke wissen musst

Die Definition der Rentenlücke ist die Differenz von dem letzten Gehalt als Berufstätige und dem Geld, welches man als gesetzliche Rente bezieht. Und du bekommst direkt mal ein realistisches Zahlenbeispiel von mir. Diesen Rentenlücken-Rechner findest du hier*.

Beispiel Berechnung Rentenlücke
Beispiel Berechnung Rentenlücke

Aber was, wenn ich nicht nur von 80 Prozent meines letzten Nettogehalts leben möchte? Sondern gerne viel reisen möchte? Wenn ich auch in der Rente genau so viel Geld haben möchte wie jetzt, dann ist die Rentenlücke sogar 419€ groß. Und in der Berechnung ist nicht berücksichtigt, dass man vielleicht mit seinen Kindern zu Hause bleiben möchte, oder nur Teilzeit arbeiten gehen will. Es wird mit einer durchgängigen Vollzeitbeschäftigung gerechnet. Das heißt, dass die Rentenlücke sogar noch größer sein wird in so einem Fall.

Vor dem Investieren kommt das Sparen. Hier findest du hilfreiche Beiträge für deine Finanzen:

Rentenlücke - warum wir Frauen ein größeres Problem damit haben werden als Männer

Die Rentenlücke wird bei uns Frauen leider deutlich größer werden als bei Männern. Und das hat auch seine Gründe. Die erste Ursache ist, dass Frauen in ihrem Berufsleben durchschnittlich weniger verdienen als Männer. Einer Studie der Bertelsmann Stiftung nach, verdienen Männer in Westdeutschland in ihrem ganzen Berufsleben knapp 1,5 Millionen Euro, Frauen hingegen nur 830.000 Euro. Das ist gerade mal ein bisschen mehr als 50 Prozent von dem was ein Mann verdient. Ein ähnliches Bild ist auch in Ostdeutschland zu finden. Hier verdient der Mann durchschnittlich 1,1 Millionen Euro und die Frau nur 660.000 Euro.

Die Gründe dafür kennt wohl jeder heutzutage. Männer verdienen oftmals in denselben Berufsgruppen einfach mehr als Frauen. Zwar verbessert sich dieser Zustand, trotzdem ist er noch da.

Aber das ist nicht der einzige Grund dafür, wie diese große Lücke zustande kommt. Ein großer und wichtiger Faktor ist nämlich, dass die Anzahl der berufstätigen Frauen niedriger ist als die der Männer. Zwar hat sich der Anteil schon deutlich gewandelt, 2016 lag die Quote der Frauen bei 73,4 Prozent und die der Männer bei 78 Prozent, dennoch arbeiten viele Frauen nur in Teilzeit oder als Aushilfskraft. Das liegt zum Teil daran, dass viele Frauen sich um den Nachwuchs kümmern wollen und anfangs gar nicht arbeiten und dann später nur Teilzeit, um genügend Zeit für die Kinder zu haben.

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Wie du als Frau dein Geld in Angriff nehmen kannst und warum die Grundrente dich nicht retten wird

Das Zauberwort heißt Finanzplanung und der dazugehörige Vermögensaufbau an der Börse. Als Frau musst du dich aktiv um deine Finanzen kümmern um später nicht von Altersarmut betroffen zu sein. Zwar versucht die Politik mit der Grundrente vor allem uns Frauen zu unterstützen, aber einen wirklichen großen Unterschied wird das nicht machen.

Hier noch ein kurzes Wort zur Grundrente, falls dir das vielleicht nichts sagt (mir ging es zumindest es so). Der Bundestag und Bundesrat haben beschlossen, dass die sogenannte Grundrente ab dem 1. Januar 2021 in Kraft treten soll. Die Grundrente „könnte unter Umständen“ jemand bekommen, der mindestens 33 Jahre lang gearbeitet hat mit einem durchschnittlich versicherten Einkommen von weniger als 80 Prozent des Durchschnittseinkommens (ca. 40.000€ Jahresgehalt, oder monatlich 3.333€). Jedoch muss man auch mindestens 30 Prozent des Durchschnittseinkommens erhalten haben (ca. 12.000€ – Minijobs und Gehälter unter 1.000€ fallen also nicht in die Berechnung der Grundrente mit ein). Währenddessen muss man seine Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt haben. „Könnte unter Umständen“ ist die exakte Formulierung der Deutschen Rentenversicherung. Es ist also nicht klar, ob du tatsächlich diesen Zuschlag erhältst, auch wenn alle Kriterien bei dir vorliegen.

Vor allem sollen 70 Prozent Frauen Grundrenten berechtigt sein und (überwiegend Frauen in Ostdeutschland). Die Berechnung ist ziemlich kompliziert und würde diesen Beitrag sprengen. Hier* findest du einige Beispiele. Zwar kann man durch die Grundrente eine kleine Aufstockung zu seiner Rente bekommen, sprich im Schnitt wahrscheinlich 100-300 Euro, aber ob das reicht die Rentenlücke zu schließen ist die andere Frage. Zudem werden ungefähr nur 1,3 Millionen von insgesamt 26 Millionen Rentner die Grundrente erhalten. Sprich die Chancen sie zu erhalten sind nicht sonderlich hoch und finanzielle Freiheit erreicht man dadurch auch nicht.

Du bist für deine Altersorge selbst verantwortlich

Deswegen komme ich nochmal auf deine eigene Finanzplanung zurück und gebe dir Antworten darauf, was du für deine Finanzen alles selbst machen kannst. Ich hoffe du hast meine Intention dieses Beitrages richtig verstanden: du musst selbst was tun, um später finanziell sorglos leben zu können.

Lerne in diesem Beitrag, wie du deinen eigenen Finanzplan aufstellen kannst.

Das heißt im Klartext: ordne und plane am besten jetzt schon deine Finanzen. Schau dir genau deine Einnahmen und Ausgaben an. Gibt es Ausgaben, bzw. Sachen, auf die du problemlos verzichten kannst? Schaue dir hierfür deine Kontoauszüge an, wohin geht dein Geld, ohne dass du es so richtig merkst? Wofür möchtest du in der Zukunft weniger Geld ausgeben, sodass du mehr sparen und investieren kannst?

Versuche zudem monatlich einen festen Betrag Geld an der Börse (Aktien, ETFs) zu investieren und lass es nicht nur auf der Bank oder dem Sparbuch liegen, denn vernünftige Zinsen gibt es dort schon lange nicht mehr. Die Geldanlage kann auch Spaß machen, intuitiv, weiblich und spirituell ablaufen. Man muss aus dem Thema Altersvorsorge kein Zahlenspiel machen, wie du Banken und suggerieren. Wir Frauen dürfen auch dieses Thema mit Liebe und Weiblichkeit angehen.

Investiere dein Geld regelmäßig an der Börse, um es so für dich arbeiten zu lassen, damit du dir später keine Sorgen mehr um Rente beziehungsweise die Rentenlücke machen musst. Oder vielleicht willst du ja auch die finanzielle Freiheit erreichen?

Zu den Themen Sparen und Investieren findest du hier auf dem Blog auch noch weitere tolle Beiträge, die ohne viel Fachchinesisch deine finanziellen Ziele unterstützen. Unter anderem diese:

Nimm deine finanzielle Freiheit in Angriff, du schaffst das!

bild franziska stieber

Ich bin Franzi, unverbesserliche Optimistin, Parmesan-Liebhaberin und deine Lieblings-Finanzmentorin. Ich helfe dir mit viel Spiritualität und Leidenschaft deinen Traumkontostand zu erreichen.

Finanzen mit Franzi, 2020